Von Anfang an als Kunstwerk geplant

Künstlerisch gestaltete Ortsnetzstation erinnert an Entstehung der „Paprikasiedlung“

PRESSEMITTEILUNG

In der Donauschwabenstraße in Hochheim am Main erinnert ein neu errichtetes Trafohaus der Syna GmbH, Netztochter der Süwag Energie AG, an die Geschichte des von manchen als „Paprikasiedlung“ bezeichneten Wohngebietes. Entworfen und umgesetzt wurde das Wandbild von der Hofheimer Künstlerin Katja Trümper.

Bereits 2024, als das Trafohaus noch weit vor seiner Installation stand, war für den Hochheimer Bürgermeister Dirk Westedt und den Kommunalmanager der Syna GmbH, Florian Bienias, klar: Das Trafohaus, das im Zuge der Verkabelung eines Freileitungsgebietes errichtet wird, wird die Menschen nicht nur besser mit Strom versorgen. Es soll auch einen Ort schaffen, an dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner gerne begegnen und ein Stück Geschichte miteinander teilen. Bürgermeister Westedt wählte aus drei anonymisierten Einsendungen den Entwurf von Katja Trümper. Der Syna GmbH war die Hofheimer Künstlerin bereits durch die Zusammenarbeit in Eppstein bekannt.

Die Installation des Trafohauses sowie die Anschlussarbeiten wurden im Februar abgeschlossen. Im Juni fand die Übergabe des Kunstwerks statt. Die neue digitale Ortsnetzstation schafft nicht nur die Voraussetzungen für die steigenden Anforderungen im Zuge der Energiewende, sondern überträgt auch kontinuierlich Live-Daten an die Netzleitstelle, die zu einer besseren Analyse und Regelung beitragen. Zudem lassen sich Störungen und Stromausfälle schneller erkennen und Ausfallzeiten reduzieren sich durch die Möglichkeit der Fernsteuerung auf ein Minimum. Die Station liefert eine Leistung von 1000 kVA. Insgesamt wurden fast 3.000 Kilometer Kabel verlegt und 50 neue Hausanschlüsse installiert. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro.

Neues Trafohaus greift Geschichte auf

Mit den Ungarndeutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Hochheim ein neues Zuhause fanden, kamen auch neue Rezepte in die Stadt. Die traditionell mit viel Paprika zubereiteten Gerichte wurden schnell zum Sinnbild für die neuen Nachbarn. Und die Paprika zur Namensgeberin für die Siedlung. Doch die Geschichte der Ungarndeutschen endet in Hochheim nicht mit dem Namen „Paprikasiedlung“. Seit 1997 besteht eine enge Freundschaft mit der ungarischen Stadt Bonyhád, die 2023 in eine offizielle Städtepartnerschaft überführt wurde. Dort lebt bis heute eine bedeutende Gemeinschaft von Ungarndeutschen. Begegnungen, Vereinsarbeit und der Austausch zwischen beiden Städten bleibt auch durch Bürgermeister Dirk Westedt lebendig, zuletzt durch sein Engagement mit der Syna GmbH, die der Geschichte ein künstlerisches Zeichen setze.

 
 

Das gestalterische Gesamtkonzept entwickelte Katja Trümper aus zwei inhaltlichen Vorgaben der Stadt: das Kunstwerk sollte einen Sittich und Paprikapflanzen aufgreifen. Der Sittich steht im Kontext von Aufbruch aus der Heimat – nicht nur durch einen Bob Marley Song, den die Künstlerin auf der Ortsnetzstation verewigt, sondern auch subtiler durch die nach Hochheim zugewanderten Halsbandsittiche. Die Symbolik bleibt für die Betrachtenden jedoch auch ohne die Kenntnis dieser Hintergründe stark: wird der Vogel doch international als Bringer von Hoffnung, Frieden und Freiheit verstanden.

„Dieses Kunstwerk erzählt von Aufbruch, Hoffnung und dem Ankommen in Hochheim als neuer Heimat. Es macht die Geschichte der Siedlung auf eine warme und zugleich moderne Weise erlebbar“, so Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt, der sich sehr darüber freut, „dass wir gemeinsam mit der Syna GmbH einen Ort geschaffen haben, der Geschichte bewahrt und den Stadtteil zugleich sichtbar aufwertet.“

„Ich bin sehr froh, dass wir diese Verkabelungsmaßnahme innerhalb der vergangenen Jahre im Einklang mit den Wünschen der Anwohner umsetzen und die Energienetze für zukünftige Herausforderungen aufstellen konnten. Für die Geduld während der Bauarbeiten sowie die gute Arbeit der Kollegen und die optische Aufwertung durch Frau Trümper möchte ich mich herzlich bedanken. Die künstlerische Gestaltung ist für mich ein schöner Abschluss eines gelungenen Projekts, bei dem wir an die Geschichte der Siedlung erinnern wollten“, erklärt Syna-Kommunalmanager Florian Bienias.

 

Weitere Informationen zur Gestaltung sowie Detailaufnahmen sende ich Ihnen gerne bei Anfrage zu.

Location

Trafostation
Ecke Donauschwabenstraße/Wörthstraße
65239 Hochheim am Main

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Wandkunst mit Tattooseele